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Konzept Karlsfelder Schulmodell - Mittelschule Karlsfeld

Welche Besonderheiten hat das Karlsfelder Schulmodell?

Das Karlsfelder Schulmodell ist eine andere Form des 9+2 Modells. Ergänzend zum Lehrplan der M10 werden in den zwei zusätzlichen Jahren auch Realschulinhalte vermittelt, um die Schüler_innen besser auf den Besuch der Fachoberschule vorzubereiten.

Der Terminus 9 + 2 bedeutet, dass alle Schüler_innen den Mittleren Schulabschluss nicht nach einer 10ten Klasse ablegen, sondern ein 11tes Schuljahr anhängen. Zudem werden sie in den beiden Jahren mit Inhalten des Realschulstoffes in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch unterrichtet. Am Ende der 11. Klasse nehmen die Schüler_innen an den MSA-Prüfungen, sowie an zusätzlichen Leistungsnachweisen, die den Realschulstoff beinhalten, teil.

Vorteile des Klassenlehrerprinzips: ein Lehrkraft ist hauptverantwortlich für die Klasse und deren Belange, unterrichtet auch die Kernfächer Mathematik, Deutsch und/oder Englisch. Somit ist ein enger Kontakt zu den Schüler_innen möglich und eine intensive Begleitung im Lernprozess gewährleistet.

Veränderte Stundentafel: die „MOD – Schüler_innen“ haben in den beiden Jahren 12 Wochenstunden Deutsch, 12 Wochenstunden Mathematik sowie 12 Stunden Englisch. Hinzu kommt die wöchentliche Intensivierungsstunde pro Jahr. Das bedeutet pro Woche 19 Stunden Unterricht in den prüfungsrelevanten Kernfächern.

Berufsorientierung: die Schüler_innen haben ein Praxisfach gewählt (Technik oder Soziales), in dem 3-stündig unterrichtet wird. Ziel ist dabei eine intensive Heranführung an die Arbeitswelt in dem jeweiligen Bereich (z.B. durch Praktika in der 10. Klasse).

Intensive Förderung in den Kernfächern Mathematik, Deutsch und Englisch durch Lehrkräfte der Mittelschule Karlsfeld und der Realschule Dachau. Diese kommen jeweils zusätzlich zwei Stunden bzw. vier Stunden wöchentlich (Englisch bedarf der besonderen Förderung), um Leistungsgruppen zu bilden und möglichst individuell auf alle Schüler_innen eingehen zu können. Die RS-Lehrkräfte haben ebenso an der Erstellung des Konzepts und der Lehrpläne mitgewirkt.

Intensive Wiederholungsphase zu Beginn des Schuljahres: Hier haben die Schüler_innen in mindestens sieben Wochen (in Englisch bis Weihnachten) die Möglichkeit ihren Wissensstand zu überprüfen und zu vertiefen, da in den Hauptfächern Grundwissen aus der Klasse M9 nochmals aufgefrischt wird.

Einbindung der Schüler_innen und Eltern ist vertiefter möglich (allein wegen der Klassenstärke: ca. 22 Schüler_innen). Lernstandsgespräche und regelmäßige Elternkontakte können somit Teil des Schulkonzepts sein.

Unser Schulmodell richtet sich an erster Stelle an motivierte Schüler_innen, die das Ziel haben, nach der 11. Klasse die Fachoberschule zu besuchen.

Zusammengefasst kann gesagt werden:

  • Schüler_innen mit gutem Qualifizierendem Abschluss (Durchschnitt 2,5 oder besser) haben nach der Mittelschule eine attraktive Möglichkeit einen Mittleren Schulabschluss auf Realschulniveau zu erhalten. (Bei Anmeldungen mit einem Durchschnitt von 2,0 bis 2,5 werden in den letzten Schulwochen Aufnahmegespräche in Form eines Unterrichtsvormittags durchgeführt.)
  • Schüler_innen mit nichtdeutscher Muttersprache, die aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse an der Realschule oder in Gymnasien Schwierigkeiten haben. Schüler_innen von Realschule oder Gymnasium, die mehr Zeit benötigen, um Inhalte zu durchdringen. Diese Zeit wird ihnen durch das 11. Schuljahr gegeben.